{"id":195,"date":"2014-09-10T22:03:47","date_gmt":"2014-09-10T20:03:47","guid":{"rendered":"http:\/\/seth-polarlichter.de\/?page_id=195"},"modified":"2014-10-06T19:24:45","modified_gmt":"2014-10-06T17:24:45","slug":"polarlichter-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/seth-polarlichter.de\/?page_id=195","title":{"rendered":"Polarlichter"},"content":{"rendered":"<h4>Das <b>Polarlicht<\/b> (als <b>Nordlicht<\/b> am Nordpol wissenschaftlich <b>Aurora Borealis<\/b>, als <b>S\u00fcdlicht<\/b> am S\u00fcdpol <b>Aurora Australis<\/b>) ist eine Leuchterscheinung (genauer ein Elektrometeor), die beim Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosph\u00e4re in den Polargebieten der Erde hervorgerufen wird. Polarlichter sind meistens in zwei etwa 3 bis 6 Breitengrade umfassenden B\u00e4ndern zu sehen, die \u00fcblicherweise ab ca. 66,5\u00b0\u00a0n\u00f6rdlicher Breite bzw. s\u00fcdlicher Breite auftreten (die genaue Lage variiert allerdings in Abh\u00e4ngigkeit von Jahreszeit und St\u00e4rke der Sonnenaktivit\u00e4t); direkt an den Polen sind sie selten.<\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4>\u00a0Gehe zu:<\/h4>\n<h4 style=\"padding-left: 60px;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" title=\"Entstehung\" href=\"#Entstehung\">Entstehung<\/a><\/strong><strong><br \/>\n<a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" title=\"H\u00e4ufigkeit\" href=\"#H\u00e4ufigkeit\">H\u00e4ufigkeit<\/a><\/strong><strong><br \/>\n<a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"#Farben\">Farben<\/a><\/strong><strong><br \/>\n<a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"#Formen\">Formen<\/a><\/strong><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"#Formen\"><strong><br \/>\n<\/strong><\/a><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"#Historisches\"><strong>Historisches<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/a><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"#Einfluss\"><strong>Einfluss auf technische Einrichtungen<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/a><a style=\"color: #0000ff; text-decoration: underline;\" href=\"#Deutungen\"><strong>Deutung in der Fiktion<\/strong><\/a><strong><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">WICHTIGER HINWEIS<\/span><\/strong><\/span><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong><a name=\"Entstehung\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\">Entstehung<\/span><\/strong><\/h4>\n<h4>Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Magnetosph\u00e4re, haupts\u00e4chlich Elektronen, aber auch Protonen, auf einige schwere Ionen (Sauerstoff und Stickstoff) in den oberen Schichten der Erdatmosph\u00e4re treffen und Prozesse ausl\u00f6sen, die zu ge\u00e4nderten Elektronenkonfigurationen f\u00fchren. Bei der nach kurzer Zeit wieder erfolgenden Abregung wird Licht ausgesandt (Fluoreszenz).<\/h4>\n<h4>Auch Kernwaffentests in hohen Atmosph\u00e4ren-Schichten (400\u00a0km) rufen solche Ph\u00e4nomene hervor, wie beispielsweise der Starfish-Prime-Test der USA am 9.\u00a0Juli 1962.<\/h4>\n<h4>Polarlichter treten haupts\u00e4chlich in den Polarregionen auf, denn die Sonnenwindteilchen, ein elektrisch geladenes Plasma mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca.\u00a0500 bis 833\u00a0km\/s (bis zu 3.000.000\u00a0km\/h) und einer Dichte von ca.\u00a05\u00a0\u00d7\u00a010<sup><span style=\"font-size: small;\">6<\/span><\/sup> Teilchen pro\u00a0m<sup><span style=\"font-size: small;\">3<\/span><\/sup> in Erdn\u00e4he, werden vom Magnetfeld der Erde zu den magnetischen Polen gelenkt. Die Teilchenbewegung erfolgt letztlich in Richtung der Feldlinien. Am magnetischen Pol verl\u00e4uft das Magnetfeld senkrecht zur Erdoberfl\u00e4che, und die Teilchen k\u00f6nnen in die Erdatmosph\u00e4re eintreten. Das Plasma ben\u00f6tigt bis zum Eintreffen bei einem Erde-Sonne-Abstand von rund 150\u00a0Millionen Kilometern zwei bis vier Tage.<\/h4>\n<h4>Polarlichter kommen sowohl in n\u00f6rdlichen Breiten vor (<i>Nordlichter<\/i>, auch <i>Aurora borealis<\/i>) als auch auf der S\u00fcdhalbkugel (<i>S\u00fcdlichter<\/i>, auch <i>Aurora australis<\/i>). Auch auf anderen Planeten des Sonnensystems werden diese Erscheinungen beobachtet. Voraussetzung hierf\u00fcr ist, dass der Planet ein eigenes Magnetfeld und eine Atmosph\u00e4re besitzt.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><span id=\"H.C3.A4ufigkeit\" class=\"mw-headline\"><a name=\"H\u00e4ufigkeit\"><\/a><\/span>H\u00e4ufigkeit<\/span><\/strong><\/h4>\n<h4>Die H\u00e4ufigkeit der Polarlichterscheinungen in mittleren Breiten (Mitteleuropa) h\u00e4ngt von der Sonnenaktivit\u00e4t ab. Die Sonne durchl\u00e4uft einen Aktivit\u00e4tszyklus (Sonnenfleckenzyklus), der vom Anfang (solares Minimum) \u00fcber die Mitte (solares Maximum) bis zum Ende (erneutes Minimum) im Durchschnitt elf Jahre dauert. Mit diesem Zyklus schwankt auch die H\u00e4ufigkeit von Polarlichtern. Insbesondere w\u00e4hrend des Aktivit\u00e4tsmaximums (auch Solarmax, zuletzt 2011\/2012) finden starke Eruptionen auf der Sonne besonders h\u00e4ufig statt. Die dabei \u00a0ausgeschleuderten gro\u00dfen koronalen Massenausw\u00fcrfe sind f\u00fcr Polarlichter in Mitteleuropa essentiell. In fr\u00fchen und sp\u00e4ten Phasen des Sonnenzyklus, nahe am solaren Minimum, treten viel weniger dieser Eruptionen auf und somit gibt es auch eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Polarlichter. Dennoch k\u00f6nnen auch im abfallenden und ansteigenden Sonnenzyklus starke Ereignisse beobachtet werden.<\/h4>\n<h4>So wurden unter anderem im Herbst 2003 Polarlichter in Griechenland und auch auf den Kanarischen Inseln gesehen. Im Mittel k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Phase des Solarmax im deutschsprachigen Raum etwa 10\u201320 dieser Leuchterscheinungen pro Jahr beobachtet werden, im Allgemeinen am Nordhimmel, nur bei besonders starkem Sonnenwind k\u00f6nnen sie auch in s\u00fcdlicher Richtung auftreten. Durch erdgebundene, visuelle Sonnenbeobachtung k\u00f6nnen Polarlichter kurzfristig vorhergesagt werden. Besser gelingt dies aber durch das Hinzuziehen von frei verf\u00fcgbaren Daten der diversen Weltraummissionen von ESA und NASA zur Erforschung der Sonne und des Sonnenwindes. Da der Sonnenwind 2\u20134\u00a0Tage von der Sonne bis zur Erde ben\u00f6tigt, kann also in diesem Zeitabstand nach einer starken Sonneneruption mit Polarlichtern gerechnet werden.<\/h4>\n<h4>Die statistische Ableitung, dass Polarlichter haupts\u00e4chlich im Herbst\/fr\u00fchen Winter, von Ende Oktober bis Mitte Dezember, sowie im sp\u00e4ten Winter\/Fr\u00fchjahr, von Ende Februar bis Anfang April, auftreten, ist nicht absolut gesichert. Hier stehen zwar die Magnetfelder von Erde und Sonne besonders g\u00fcnstig zueinander, aber dieser Effekt ist aufgrund der geringen Neigung der Erdbahn gegen die Ekliptik eher zu vernachl\u00e4ssigen. Wahrscheinlicher ist es, dass besonders in den k\u00e4ltesten Wintern\u00e4chten die Beobachtungen aufgrund des Wetters sehr rar sind. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die fehlenden Sommerbeobachtungen, denn zu dieser Jahreszeit herrscht im Norden die Mitternachtssonne und macht Polarlichtsichtungen praktisch unm\u00f6glich. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Polarlichter mit zunehmender Distanz zum jeweiligen Pol, etwa von Deutschland, \u00d6sterreich, der Schweiz und Italien aus, meist nur w\u00e4hrend des Aktivit\u00e4tsmaximums der Sonne beobachtet werden k\u00f6nnen, was relativ selten ist. Mittels moderner Digitalkameras kann man jedoch auch w\u00e4hrend der weniger aktiven Phasen des Sonnenzyklus noch einzelne Ereignisse \u2013 von Mitteleuropa aus \u2013 dokumentieren.<\/h4>\n<h4>Die Intensit\u00e4t der Polarlichter steigt seit 2007 wieder an und hat 2012 ihren letzten H\u00f6hepunkt erreicht. Laut der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbeh\u00f6rde NASA sollten es die st\u00e4rksten Polarlichter seit 50 Jahren sein. Tats\u00e4chlich f\u00e4llt der aktuelle Sonnenfleckenzyklus aber schw\u00e4cher als seine Vorg\u00e4nger aus, wodurch die Polarlichtaktivit\u00e4t eher verhalten ist.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><a name=\"Farben\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span id=\"Farben\" class=\"mw-headline\">Farben<\/span><\/strong><\/span><\/h4>\n<div class=\"thumbcaption\">\n<h4 class=\"magnify\">Polarlichter k\u00f6nnen verschiedene Farben haben. Gr\u00fcnes Licht entsteht durch Sauerstoffatome, die in gut 100\u00a0km H\u00f6he angeregt werden, rotes Licht von Sauerstoffatomen in etwa 200\u00a0km H\u00f6he. Angeregte Stickstoffatome senden violettes bis blaues Licht aus. Zur Anregung von Stickstoffatomen sind jedoch sehr hohe Energien notwendig und so lassen sich diese Farben nur bei starken Sonnenwinden beobachten.<\/h4>\n<\/div>\n<h4>Da der Sonnenwind au\u00dferhalb der Polarregionen nur selten tief in die Atmosph\u00e4re eindringen kann, sind Polarlichter in der gem\u00e4\u00dfigten Zone, also auch in Europa, meistens rot.<\/h4>\n<h4>Das menschliche Auge nimmt Farben in der Dunkelheit nur begrenzt wahr, die Farbwahrnehmung von Polarlichtern ist oft interindividuell unterschiedlich.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><a name=\"Formen\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span id=\"Formen\" class=\"mw-headline\">Formen<\/span><\/strong><\/span><\/h4>\n<h4>Es treten vier verschiedene Arten von Polarlichtern auf, welche abh\u00e4ngig von den Sonnenwinden sind. Diese sind: Corona, Vorh\u00e4nge, ruhige B\u00f6gen und B\u00e4nder. Wissenschaftlich werden sie gem\u00e4\u00df der Valance-Jones Classification unterteilt:<\/h4>\n<table class=\"wikitable\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>\n<h4>K\u00fcrzel<\/h4>\n<\/th>\n<th>\n<h4>Englische Bezeichnung<\/h4>\n<\/th>\n<th>\n<h4>Deutsche Bezeichnung<\/h4>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>HA<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Homogeneous Arc<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Gleichm\u00e4\u00dfiger Bogen<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>HB<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Homogeneous Band<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Gleichm\u00e4\u00dfiges Band<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>RA<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Rays Arc<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Strahlenf\u00f6rmiger Bogen<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>RB<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Rays Band<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Strahlenf\u00f6rmiges Band<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>DS<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Diffuse Surface<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Diffuse Fl\u00e4che<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>PS<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Pulsating Surface<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Pulsierende Fl\u00e4che<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>PA<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Pulsating Arc<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Pulsierender Bogen<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>C<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Corona<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Korona (ringf\u00f6rmige Strahlen)<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4>F<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Flaming<\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4>Zenith-gerichtete, pulsierende Strahlen<\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><a name=\"Historisches\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span id=\"Historisches\" class=\"mw-headline\">Historisches<\/span><\/strong><\/span><\/h4>\n<h4 class=\"thumbcaption\">Die fr\u00fchesten Berichte \u00fcber Polarlichter sind \u00fcber 2000\u00a0Jahre alt. Verschiedene Kulturen im Norden Amerikas, Europas und Asiens sahen in ihnen Aktivit\u00e4ten von G\u00f6ttern und Geistern, sowohl in Form von K\u00e4mpfen oder T\u00e4nzen, aber auch als Mitteilungen an die Menschen. Besonders im Mittelalter galten in Europa Polarlichter, \u00e4hnlich wie Kometen, als Vorboten kommenden Unheils (z.\u00a0B. Kriege, Seuchen, Hungersn\u00f6te). Die in den Breiten Mitteleuropas meistens (blut-)rote Farbe k\u00f6nnte zu dieser Ansicht beigetragen haben.<\/h4>\n<h4>Die Wikinger sahen in den Polarlichtern das Zeichen, dass irgendwo auf der Welt eine gro\u00dfe Schlacht geschlagen worden war. Nach ihrer Vorstellung ritten die Walk\u00fcren nach jedem Gefecht \u00fcber den Himmel und w\u00e4hlten die Helden aus, die fortan an Odins Tafel speisen sollten. Dabei spiegelte sich das Licht des Mondes auf ihren schimmernden R\u00fcstungen und das Nordlicht entstand.<\/h4>\n<h4>F\u00fcr die Maori auf der S\u00fcdhalbkugel galt das, in Neuseeland \u00e4u\u00dferst seltene, S\u00fcdlicht als Feuer, dass die Ahnen auf ihrem Weg in Richtung Antarktis entz\u00fcndet hatten um sich an die warmen Tage in Neuseeland zu erinnern.<\/h4>\n<h4>Im 18.\u00a0Jahrhundert wurden dann die ersten Versuche unternommen, die Entstehung von Polarlichtern wissenschaftlich zu erkl\u00e4ren. Die Forscher gingen zun\u00e4chst davon aus, dass es sich bei den Polarlichtern um Reflexionen von Sonnenlicht an Wolken oder Eiskristallen handle. Erst einige Zeit sp\u00e4ter erkannte der englische Astronom und Mathematiker Edmond Halley \u2013 wahrscheinlich als erster \u2013 den Zusammenhang zwischen dem Erdmagnetfeld und Polarlichtern. Das Leuchten konnte er aber nicht erkl\u00e4ren. Dieses gelang erst 1867 dem schwedischen Astronom und Physiker Anders Jonas \u00c5ngstr\u00f6m, der zeigen konnte, dass es sich bei den Polarlichtern um selbstleuchtende Gase handelt. Eine Theorie f\u00fcr die Ursache des Leuchtens stellte der norwegische Physiker Kristian Birkeland im Jahre 1896 auf: Er ging davon aus, dass Elektronen der Sonne das Gasgemisch der oberen Atmosph\u00e4re zum Leuchten anregen. Da die Existenz des Sonnenwindes zu dieser Zeit aber noch nicht bekannt war \u2013 dies wurde erst 1959 durch die sowjetische Sonde Lunik 1 nachgewiesen \u2013, wurde seine Theorie jedoch h\u00e4ufig bezweifelt. Obwohl die Entstehung des Lichtes heute nicht mehr umstritten ist, ist noch nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt, warum an bestimmten Orten Polarlicht zu beobachten ist.<\/h4>\n<h4>Die ersten Fotografien des Nordlichts gelangen Martin Brendel und Otto Baschin am 1. Februar 1892.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong><a name=\"Einfluss\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\"><span id=\"Einfluss_auf_technische_Einrichtungen\" class=\"mw-headline\">Einfluss auf technische Einrichtungen<\/span><\/span><\/strong><\/h4>\n<h4 class=\"thumbcaption\">Die energiereichen, elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes, die f\u00fcr die Entstehung von Polarlichtern verantwortlich sind, erzeugen elektromagnetische Felder, die sch\u00e4digende Auswirkungen auf elektronische Einrichtungen aus\u00fcben k\u00f6nnen. Gef\u00e4hrdet sind insbesondere Satelliten sowie Flugzeuge. Zur Sicherheit wird daher zu Zeiten erh\u00f6hter Polarlichtaktivit\u00e4t im Flugverkehr in geringerer H\u00f6he geflogen oder es werden Flugrouten gew\u00e4hlt, die abseits der Polarregionen liegen.<\/h4>\n<h4>Zudem kann es in Stromnetzen durch Induktionen zu Spannungsschwankungen kommen. So wurde beispielsweise der Stromausfall in Kanada im Jahre 1989 auf einen starken Sonnenwind zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/h4>\n<h4>W\u00e4hrend des Auftretens von Polarlichtern werden durch Teilreflexion auch Funkwellen oberhalb des Kurzwellenbereiches an den ionisierten Bereichen der Atmosph\u00e4re (Ionosph\u00e4re) reflektiert. Funkamateure nutzen diesen Effekt im Amateurfunkdienst, um die Reichweite ihrer Signale zu erh\u00f6hen. Da aber die reflektierten Signale in den Sender- und Empf\u00e4ngerger\u00e4ten den Funkverkehr st\u00f6ren, werden die Verbindungen oft in der Betriebsart Morsetelegrafie (CW, A1A) aufgebaut.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><a name=\"Deutungen\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span id=\"Deutungen_in_der_Fiktion\" class=\"mw-headline\">Deutungen in der Fiktion<\/span><\/strong><\/span><\/h4>\n<h4>In Science-Fiction-Romanen und -Filmen wird das Ph\u00e4nomen der Polarlichter hin und wieder als Begleiterscheinung \u00fcbernat\u00fcrlicher Ereignisse als besonderer Effekt eingesetzt; so etwa in der Novelle Langoliers von Stephen King und im Film Frequency. Sie sind ein zentrales Thema des ersten Teils der His-Dark-Materials-Trilogie von Philip Pullman.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><a name=\"WICHTIGER HINWEIS\"><\/a><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><span id=\"WICHTIGER HINWEIS\" class=\"mw-headline\"> WICHTIGER HINWEIS<\/span><\/strong><\/span><\/h4>\n<h4>Diese Erkl\u00e4rung stammt von <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Polarlicht\" target=\"_blank\">Wikipedia<\/a>.<\/span><\/h4>\n<h4>Der Text ist unter der Lizenz <a class=\"internal\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wikipedia:Lizenzbestimmungen_Commons_Attribution-ShareAlike_3.0_Unported\"><span style=\"color: #0000ff;\">\u201eCreative Commons Attribution\/Share Alike\u201c<\/span><\/a> verf\u00fcgbar; Informationen zu den Urhebern und zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) k\u00f6nnen im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. M\u00f6glicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zus\u00e4tzlichen Bedingungen. 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